Donnerstag, 28. Mai 2020
Notruf: 112
 

Höhenrettung - Abgestürzte Hunde

Hilfeleistung: Personensuche
Zugriffe 2167
Einsatzort Details

Haus Harderode, Steinbruch
Datum 25.11.2017
Alarmierungszeit 16:54 Uhr
Alarmierungsart Einsatz Kleinschleife
eingesetzte Kräfte

FF Coppenbrügge
    sonstige Kräfte
    Fahrzeugaufgebot   HLF 20/20  KdoW
    Hilfeleistung

    Einsatzbericht

    Cord Pieper (stellv. Gemeindebrandmeister):
    Zu einem Einsatz in den Steinbruch der Hannoverschen Basaltwerke oberhalb von Haus Harderode wurden heute um 16:54 Uhr die Freiwilligen Feuerwehren Bisperode, Coppenbrügge und die Höhenretter aus Oldendorf/Salzhemmendorf alarmiert. Nach einer am Vormittag in der Nähe stattgefundenen Treibjagd waren 2 Jagdhunde nicht zu ihren Besitzern zurückgekehrt. Vermutlich sind beide Hunde in dem Steinbruch abgestürzt. Die Hundebesitzer hatten die Terrier unterhalb eines Abhangs orten können und die Feuerwehr zur Rettung angefordert.
    Aufgrund der Dunkelheit musste die Rettung der Hunde aber gegen 18:00 Uhr abgebrochen und auf morgen früh verschoben werden.

    Update 26.11.2017 :
    Heute morgen um 10:00 Uhr wurde die Rettung der beiden Jagdhunde wieder aufgenommen. Zusätzlich zu den Höhenrettern aus Oldendorf wurde die Drohne der Kreisfeuerwehr eingesetzt. Neben der Freiwilligen Feuerwehr Bisperode war noch ein geländefähiger RTW des Deutschen Roten Kreuzes aus Marienau zur Eigensicherung im Einsatz.
    Nach der genauen Ortung der beiden Tiere mit Hilfe von GPS Daten und der Drohne kamen die Höhenretter zum Einsatz. Auf der zweiten Abbruchtrasse unterhalb der Steinbruchkante konnten die Hunde in einem einstündigem Einsatz der Höhenretter leider nur tot geborgen werden. Die Absturzhöhe betrug ca. 60 Meter.
    Nach Abschluss des Einsatzes gegen 12:15 Uhr wurden alle Helfer durch die Versorgungsgruppe der Kreisfeuerwehr verpflegt.


    DEWEZET (26.11.2017):
    Bei der Wildschweinjagd – Terrier stürzen 60 Meter in die Tiefe / Einsatz für Höhenretter
    Tiertragödie in der Steilwand

    Zwei Jagdterrier sind offenbar bei der Verfolgung einer Wildschweinrotte 60 Meter in die Tiefe gestürzt. Laut Feuerwehr waren sie am Samstag bei einer Treibjagd in der Nähe von Coppenbrügge eingesetzt worden. Bergretter waren am Samstag und am Sonntag im Sucheinsatz. Auch eine Drohne war im Einsatz.
    Die Tiere liefen mehrere Kilometer durch den Wald. Sie müssen im Ith oberhalb von Haus Harderode die Abbruchkante des Steinbruchs der Hannoverschen Basaltwerke nicht gesehen haben. Da die Hunde mit einem Peilsender ausgerüstet waren, konnten sie geortet werden. Unklar war zunächst, wie tief sie gefallen sind und ob sie überlebt haben. An der etwa 120 Meter hohen Steilwand gibt es im Abstand von 30 Metern breite Felsvorsprünge.
    Am Samstagnachmittag gegen 17 Uhr wurden die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Oldendorf und die Feuerwehren Coppenbrügge und Bisperode alarmiert. Die Suche nach den Hunden musste wegen der Dunkelheit und des unwegsamen Geländes abgebrochen werden. „Es wäre unverantwortlich gewesen, die Jungs in die Wand zu schicken“, sagt Gemeindebrandmeister Walter Schnüll.
    Die Bergretter beschlossen, den Einsatz am Sonntagvormittag gegen 10 Uhr fortzusetzen. Neben den Höhenrettern und der Feuerwehr Bisperode rückte diesmal auch die Drohnenstaffel der Kreisfeuerwehr an. Auch ein Tierarzt war im Einsatz. Ehrenamtliche Rettungsassistenten der Schnellen Einsatzgruppe aus Marienau sicherten die Suchaktion sanitätsdienstlich ab. Mit geländegängigen Fahrzeugen kämpften sich die Helfer durch den Schlamm.
    Gesichert an Seilen kletterten Bergretter auf einen Vorsprung. Die Jagdhunde, die orangerote Westen trugen, waren zuvor mithilfe einer Drohne, einem Fernglas und mit dem Teleobjektiv einer Kamera zwischen zwei Büschen ausgemacht worden. Die Höhenretter stellten kurz danach fest, dass die Tiere tot waren – sie holten die Terrier aus der Steilwand und übergaben sie dem Veterinär.
    Die Höhenrettungsgruppe war in diesem Jahr bereits mehrmals im Einsatz: Bei Levedagsen musste ein abgestürzter Kletterer, in Salzhemmendorf ein verletzter Arbeiter und in Osterwald eine Katze aus einem Baum gerettet werden.

    Fotos: Janina Strubel, Jasper Stiller

     

    sonstige Informationen

    Einsatzbilder

     

    Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.